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Hund tötet Kleinkind in Deutschland

Bildzitat Screenshot bild.de

Im südhessischen Bad Königin ereignete sich am 9.4.18 ein tragischer Unfall. Ein Hund soll einem sieben Monate alten Kind in den Kopf gebissen haben, das wenig später im Krankenhaus stirbt. Die Eltern schweigen zum Vorfall. In den Medien wird die Aussage eines Polizisten immer wieder zitiert: „Nach einem ersten Eindruck der Polizei könnte der Hund ein Staffordshire-Mix sein“.  Damit sind die Rassen, in denen der Name „Staffordshire“ vorkommt bereits medial vorverurteilt und alle Halter solcher Hunde diskriminiert. Sie werden geächtet und auf der Straße schief angesehen. Die Boulevardmedien nehmen das wissentlich in Kauf. Polizisten sind in der Regel keine Experten zur Beurteilung von Hunden und deren Rassen. In den sozialen Medien ist heute ein Foto des Hundes „Kowu“, der das Kind im südhessischen Bad König getötet haben soll, aufgetaucht (siehe Screenshot – Copyright BILD). Auf diesem Foto können Hundeexperten des Österreichischen Hundehalterverbandes keinen „Staffordshire-Mix“ erkennen, sondern eher einen Jagdhund-Mix. Eine Rasse, der „Kowu“ sehr ähnlich sieht, möchten wir nicht nennen, weil es bei einem so tragischen Unglück eigentlich um das menschliche Leid gehen sollte und nicht um eine Hetzjagd auf Hunderassen.

Der Österreichische Hundehalterverband weist darauf hin, dass Hunde und Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt gelassen werden dürfen. Hunde, die bereits vor der Geburt eines Kindes in einer Familie sind, können leicht eifersüchtig auf das Kind sein. Es kann um „Futterressourcen“ gehen, oder auch um Spielzeug. Viele Auslöser kommen für einen solchen tragischen Unfall in Frage. Hundehalter, die Eltern werden, müssen sich auf ihr neues Familienmitglied vorbereiten. Es wird oft vergessen, wie sich ein Hund – der Jahre lang im Mittelpunkt stand – fühlt, plötzlich nur mehr „die Nummer 2“ in der Familie zu sein, weil sich alles um das Kind dreht. Hier gibt es zahlreiche einfache Vorkehrungen, die man treffen kann, um solche Unfälle zu vermeiden. Um die Hunderasse geht es bei allen diesen Überlegungen aber nicht, sondern um die Menschen, die mit einer neuen Familiensituation oft überfordert sind. Daher rät der Österreichische Hundehalterverband eindringlich, Hunde und Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt zu lassen.

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