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VIER PFOTEN mit neuer Petition: Keine Hunde- und Katzenwelpen im Zoofachhandel!

VIER PFOTEN fordert von der zuständigen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ein Verkaufsverbot von Hunde-und Katzenwelpen in Zoofachhandlungen. Die Tierschützer starten dazu heute unter www.vier-pfoten.at/welpenverkauf eine Online-Petition, die von allen Unterstützern des Anliegens unterzeichnet werden kann. „Wir appellieren an alle Tierfreunde, gemeinsam mit uns gegen diesen Missstand zu protestieren“, sagt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von VIER PFOTEN.

Ursprünglich hatte das 2005 in Österreich in Kraft getretene Bundestierschutzgesetz den Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen im Zoofachhandel verboten. Aus gutem Grund: Die mitunter wochenlange Zurschaustellung in tristen Verkaufsräumlichkeiten bedeutet eine extreme Belastung für die Tiere. Indra Kley: „Zum Entsetzen vieler Tierschutzorganisationen wurde das Verbot 2008 wieder gekippt und der Verkauf unter bestimmten Auflagen, wie etwa regelmäßigen Kontrollen, wieder erlaubt.“

VIER PFOTEN listet zahlreiche Gründe auf, warum ein Verkauf in Zoofachhandlungen äußerst problematisch ist: Verkaufsräumlichkeiten ohne Frischluft und natürliches Licht sind zum einen kein artgemäßes Zuhause für einen Welpen. Gerade in der wichtigen Prägephase sind die Tiere wochenlang in strukturlosen Abteilen vollkommen isoliert von wichtigen Bezugspersonen. Zum anderen entscheiden sich potenzielle Käufer oft aus einem Impuls heraus und kaufen ein Tier völlig unüberlegt. Auch wird – anders als im Tierheim oder beim Züchter – nicht darauf geachtet, ob Mensch und Tier überhaupt zusammenpassen, geschweige denn das neue Zuhause überhaupt für ein Tier geeignet ist.

Illegaler Welpenhandel durch Zoofachhandel eher unterstützt statt behindert

Ein weiterer Grund für ein Verbot ist die oft zweifelhafte Herkunft der Welpen. Sie stammen nicht von verantwortungsvollen Züchtern aus Österreich, sondern werden größtenteils aus dem Ausland bezogen. Angaben zu Herkunft und Gesundheitszustand entsprechen nicht immer der Realität. „Immer wieder erreichen uns Anrufe besorgter Käufer, deren Tiere bereits nach kurzer Zeit gesundheitliche Probleme aufweisen“, sagt Kley. „Es ist daher leider nicht auszuschließen, dass man in Zoofachhandlungen völlig legal Welpen kaufen kann, die aus fragwürdigen Quellen stammen.“

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben laut VIER PFOTEN gezeigt, dass der Verkauf von Welpen in Zoofachhandlungen den unkontrollierten Welpenhandel nicht – wie 2008 angenommen – in geordnete Bahnen lenken kann. Indra Kley: „Der unseriöse Handel mit Welpen boomt, immer wieder werden kranke Tiere zu billigen Preisen im Internet angeboten. Die Tiere werden auf der Straße oder in Privatwohnungen mit gefälschten Papieren übergeben. Das zeigt, dass die Rücknahme des Verbots keine geeignete Lösung für den illegalen Welpenhandel war. Im Gegenteil, durch den Verkauf im Zoofachhandel wurde ein weiteres Tierschutzproblem geschaffen.“ Daher verlangt VIER PFOTEN ein sofortiges Verkaufsverbot für Hunde- und Katzenwelpen in Zoofachhandlungen und fordert alle Tierliebhaber auf, diese wichtige Petition zu unterschreiben.

Originaltextmeldung von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

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