Daten und Fakten zum Thema Hundebisse

Der ÖHV möchte der derzeit oft unsachlich geführten Diskussion zur Hundesgesetzgebung mit seriös aufbereiteten Daten und Fakten begegnen. Das derzeit so hochaktuelle (und wichtige) Thema der Vermeidung von Hundebeißunfällen wurde aus der ausgewogenen Sicht von Dr. Hans Mosser, einerseits Präsident des Österr. Hundehalterverbandes und andererseits Arzt und Professor am Universitätsklinikum Krems, der sich seit 15 Jahren mit der „Opferseite“ beschäftigt, für Sie aufbereitet. Wenn sachliche Argumente (mit Literaturquellen) für Sie von Interesse sind, dann bitten wir Sie, die Kurzpräsentation (Lesezeit ca. 8 Minuten) unter folgendem Link aufzurufen. Hier gehts zum Download des PDFs Daten und Fakten zum Thema Hundebisse

Darin zeigt Dr. Mosser anhand wissenschaftlicher Quellen, dass Prävention nur dort ansetzen kann, was auch als eine Ursache erkannt ist.

Häufig werden aber leider Maßnahmen zur Hundehaltung diskutiert bzw. gibt es diese in einigen Bundesländern schon, die auf etwas abzielen, was in allen Unfallanalysen nicht als Ursache identifiziert ist und daher auch keine präventive Wirkung haben kann.

In der wissenschaftlichen Literatur sind zwei Hauptbefunde als Ursachen schwerer Hundebeißunfälle identifiziert:

  1. Faktor Hundehalter: Wenn – wie in der Präsentation ersichtlich – Studien nachweisen, dass mangelnde Sachkunde ein wesentlicher Faktor für Hundebeißunfälle darstellt, dann kann ein verpflichtender Sachkundenachweis des Hundehalters (Theorie und Praxis) VOR dem Erwerb eines Hundes in der Prävention von Hundebeißunfällen wirksam sein.
  2. Faktor Hund: Wenn – wie in der Präsentation ersichtlich – Studien nachweisen, dass Hunde, die in schwere Beißunfälle involviert waren, stets lange vorher als auffällig (inadäquat aggressiv) bekannt waren,  dann kann eine Erfassung solcher Hunde und entsprechende Auflagen (erweiterte Sachkunde, Training, Maulkorbpflicht an stark frequentierten Plätzen) in der Prävention von Hundebeißunfällen wirksam sein. Daher sollte in Wien, NÖ und Vorarlberg die sog. „Rasseliste“ abgeschafft und durch eine Identifikation des „gefährlichen Hundes“ ersetzt werden. Will man die „Rasseliste“ dennoch nicht abschaffen, dann soll es wenigstes möglich sein, die Ungefährlichkeit eines zu den „Listenrassen“ gehörenden Hundes mittels kynologischer Prüfung (bei zahlreichen anerkannten Hundeausbildungsvereinen möglich) nachzuweisen.

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