Der Österreichische Hundehalterverband zur Wiener Hundeabgabenerhöhung

Hundesteuer kontraproduktiv: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Hundehaltung unterschätzt!

Nachdem unter der Federführung von Umweltstadträtin Ulli Sima bereits für einige Rassen eine „Führerscheinpflicht“ eingeführt wurde, soll nun offenbar mit einer signifikanten Erhöhung der Hundeabgabe die Hundehaltung in der Stadt Wien weiter erschwert werden. Da die Hundeabgabe nicht zweckgebunden ist, sind politische Aussagen über ihre Verwendung nicht nachvollziehbar.

Gerade älteren Bürgern, denen der Hund oft der letzte Lebenspartner ist, wird es künftig nun schwer fallen, diese hohe Wiener Hundeabgabe zu entrichten.

Es geht auch anders: In hundefreundlichen Gemeinden, wie beispielsweise Rohrbach an der Lafnitz (Stmk.) zahlt der Hundehalter nur 2,18 Euro pro Hund. Zu den „teuersten“ – und damit hundefeindlichsten – Gemeinden will nun nach Innsbruck (82,40 Euro) auch Wien zählen und damit Hundehaltung zum Luxus machen.

Gesellschaftliche Bedeutung der Hundehaltung unterschätzt!

Forschungsergebnisse zeigen klar, dass die gesellschaftliche Bedeutung von Hunden meist stark unterschätzt wird. Hunde sind wichtige Sozialpartner für Menschen jeden Alters, Hunde sind psychosoziale „Katalysatoren“ in Gesellschaft und Familie. Sie sind höchst wirksam als sozialpsychologische „Arznei“ mit einer langen Liste von Indikationen. Sie fördern die Gesundheit ihrer Besitzer und begünstigen die emotionale, kognitive und körperliche Entwicklung von Kindern. Hunde stabilisieren und verlängern das Leben betagter Menschen und sind begnadete Co-Therapeuten in fast allen Bereichen psychologischer Betreuung.

Wirtschaftsfaktor Hundehaltung: 1,2 Mrd. Euro jährlich

Hunde sind ebenso ein ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor bei geschätzten 680 Mio. Euro, die 973.000 Österreicher jährlich für ihre Hunde ausgeben. Dazu kommt, dass Hundehaltung zahlreiche Konsumentscheidungen beeinflusst, vom Autokauf über die Urlaubsplanung und Freizeitplanung bis hin zur gesamten Wohnsituation. Prof. Kurt M. Kotrschal, Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie in Grünau (OÖ), spricht gar von 1,2 Milliarden Euro, die unserem Land jährlich aus Wirtschaftsleistung und Nutzenstiftung durch Hundehaltung erwachsen.

Eine Erhöhung der Hundeabgabe und damit Erschwerung der Hundehaltung stellt somit einen sozialen und wirtschaftlichen Schaden dar.

Forderung: Bundeseinheitliche Höchstgrenze!

Damit dieses ungerechte „Steuereintreiben“ von den Hundehaltern ein Ende findet, sind die bundeseinheitliche Festlegung einer Rasseunabhängigen Höchstgrenze und die Zweckbindung Forderungen der Bürgerinitiative des Österr. Hundehalterverbandes, die noch im November 2011 eingereicht wird.