ÖHV kritisiert neuen Entwurf zum Wr. Tierhaltegesetz

Wird die Demokratie in Wien abgeschafft?

Trotz zigfacher wissenschaftlicher Belege über die Unwirksamkeit von Hunde-Rasselisten (da keine Biss-Ursache) und entgegen vielfacher Expertenmeinungen boxt Ulli Sima ihren von Hundefeindlichkeit geprägten Gesetzesentwurf durch. Dass die früher stets hundefreundlichen Grünen dieses rassistische und diskriminierende Gesetz abwinken, wird möglicherweise parteipolitische Gründe haben, denn fachliche gibt es nicht.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum Hunde bestimmter Rassen mitten im Wald (z.B. Lobau, Neuwaldegg etc.) Leine und Maulkorb tragen müssen. Außer dass Sima es so will. Es gibt auch keinen nachvollziehbaren Grund, warum Listenhunde in Wien nicht mehr gezüchtet werden dürfen. Außer dass Sima es so will.

Dass Listenhundehalter sich vom permanenten Maulkorbzwang durch eine Prüfung befreien können, wäre zwar grundsätzlich ein guter Ansatz. Aber da dies nur als Übergangslösung gilt und nur für Hunde über 3 Jahre, ist die Regelung wohl nur ein Formalakt (z.B. wg. Klagbarkeit etc.) und nicht für die Hundehalter gemacht. Es soll auch nach Ablegung einer solchen Prüfung kein Rechtsanspruch auf die Maulkorbbefreiung bestehen. Diese Vorgehensweise ist „Sima-Willkür“ und Hundehass pur. Auch dieser Punkt zeigt, dass Sima einfach die Hunde aus der Stadt haben will.

„Listenhunde-Zonen“ statt Hundezonen in Wien?

Thema Hundezonen: Die permanent mit Leine und Maulkorb gefesselten Listenhunde dürfen in den eingezäunten Hundezonen frei und ohne Maulkorb laufen. Woran noch niemand gedacht hat, ist die Tatsache, dass die Hundezonen somit auf einen Schlag für alle Nicht-Listenhundehalter (und das ist die große Mehrheit) wegfallen. Denn wer will schon seinen „a priori als harmlos geltenden Schnuffi“ mit einem „unwiderlegbar gefährlichen Listenhund“ (also einem Hund, von dem aufgrund seiner Rasse per Gesetz attestiert eine erhöhte Gefahr ausgeht) in der Hundezone laufen lassen? Wird Sima die Wr. Hundezonen dann auf „Listenhunde-Zonen“ umbenennen?

Schlussendlich stellen wir auch das Demokratieverständnis in Frage. Angenommen, ein Hund – sagen wir, ein gut erzogener Labrador mit 40 Kilo – stößt ein Kind um und dieses wird, weil es ungünstig gefallen ist, getötet. Wird dieser Labrador nach Wiens rot-grünem „Tötungsgesetz“ abgenommen und getötet? Ohne Einspruchsfrist, ohne Ursachenerhebung, ohne Demokratie. Ein Hundehalter wird zum Bürger ohne Rechte. Weil Sima es so will.

„Sima hat mir meine Heimat, ja, meine Traumstadt weggenommen“

Viele der Wiener Mitglieder des Österr. Hundehalterverbandes haben uns bereits geschrieben, dass sie überlegen, von Wien wegzuziehen. Auch Nicht-Listenhundehalter halten die durch Sima veranstaltete Hetze gegen Hundehalter nicht mehr aus. „Sima hat mir meine Heimat, ja, meine Traumstadt weggenommen“ haben wir in Zuschriften von Mitgliedern gelesen. Und damit hat Sima ihr Ziel vermutlich bald erreicht.