Hundehaltung – Einheitliche Bissstatistik und Risikoanalyse geplant

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Am 3. Mai fand der zweite Runde Tisch der Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) statt, bei dem große Fortschritte in die richtige Richtung gemacht wurden. Eine flächendeckende Hundebissstatistik soll zu einer Neubewertung der Listenhundegesetzgebung führen, wenn es nach Hartinger-Klein geht. Gefährliche Hunde sollen künftig mittels einer standardisierten Risikoanalyse erkannt und in der Folge gekennzeichnet werden. Diesen Vorstoß begrüßt der Österreichische Hundehalterverband, weil er nicht an willkürlichen Rasselisten festhält, sondern am Individuum.

Eine bei der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Auftrag gegebene Studie zur „Mensch-Tier-Beziehung“ liefert die Erkenntnis, dass eine rassespezifische Gefährlichkeit von Hunden weder wissenschaftlich erwiesen noch durch zuverlässige Beißstatistiken belegt werden kann. Deswegen stand für Hartinger-Klein bei der Präsentation der Ergebnisse am 3. Mai in Wien fest, dass es keine „Listenhunde“ gebe und das weitverbreitete Modell der Listenhundegesetzgebung problematisch sei. „Hunde sind überwiegend ein Produkt ihrer Umwelt. Der Hundehalter steht im Vordergrund“, sagte die Gesundheitsministerin.

Um eine Neubewertung der Listenhundegesetzgebung durchführen zu können, ist nun eine einheitliche, flächendeckende Bissstatistik geplant. Die Bundesländer, in deren Gesetzgebungskompetenz die von Hunden ausgehende Gefahrenabwehr fällt, haben sich laut Hartinger-Klein bereit erklärt, diesbezüglich zusammenzuarbeiten. Wer für die Dokumentation der bundesweit anfallenden Hundebisse zuständig sein wird, ist noch nicht klar. Hartinger-Klein stellte eine Entscheidung noch in diesem Jahr in Aussicht. Auch müsse zuvor noch geklärt werden, was unter einem „Biss“ zu verstehen ist.

Ebenfalls geplant ist ein methodisch abgesichertes Beurteilungsverfahren für Sachverständige, um die individuelle Gefährlichkeit von Hunden bestimmen zu können. Jeder auffällige Hund solle laut der Gesundheitsministerin künftig gekennzeichnet werden. Zudem stellten alle Bundesländer in Aussicht, einen Sachunterricht für Hundehalter einführen zu wollen.

„Der Hund ist zwar der beste Freund des Menschen, aber ein gewisses Grundwissen ist dennoch nötig“, sagte Hartinger-Klein. Laut der in Auftrag gegebenen Studie warnen Hunde aufgrund ihres Verhaltens in bis zu 70 Prozent der Fälle Menschen vor, bevor sie zubeißen. Deswegen sei es wichtig, dass vor allem Kinder möglichst früh lernen, wie sie mit Hunden umgehen sollten, erklärte die Gesundheitsministerin.

SPÖ-Stadträtin Sima blockt sofort ab

Die für Tierhaltung zuständige Wiener Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) betonte in einer Stellungnahme, dass Wien beim Gipfel einmal mehr klar gemacht habe, dass es „keine Aufweichungen“ der strengen Regeln zur Hundehaltung in Wien geben werde: „In einer Millionenstadt gibt es schlichtweg andere Voraussetzungen als im ländlichen Raum und daher wird Wien natürlich an den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen inklusive verpflichtendem Hundeführerschein und Maulkorbpflicht für Kampfhunde festhalten.“ Denn, so versicherte Sima, es gehe um die Sicherheit der Menschen – und hier vor allem der Kinder.

Rassendiskriminierung im Jahr 2019

Dass Sima sich gegen eine erstmals seriöse Gangart in der Hundediskussion sofort querlegt, zeigt erneut, dass sie kein Interesse an einer gerechten und sinnvollen Lösung hat, sondern lieber willkürlich aufgezählte Rassen – und deren Halter – diskriminiert. Rassendiskriminierung im Jahr 2019 durch die SPÖ. Ein Listenhundehalter hat erst vor wenigen Tagen eine Strafe von 1.000 Euro wegen Nicht-Einhaltung des Maulkorb- bzw. Leinenzwanges (im Grünen und nicht im verbauten Stadtgebiet) bekommen. Für einen Schäferhund beispielsweise kostet das gleiche „Vergehen“ 21 Euro. Das ist Gerechtigkeit nach Stadträtin Sima.

Wann wird diese hundefeindliche Politikerin endlich zurückgepfiffen? Sima ist als Tierschutzstadträtin völlig am falschen Platz, denn sie betreibt keinen Tierschutz, sondern verursacht Tierleid. Gnadenlos gilt ihr Maulkorb- UND Leinenzwang für jeden Listenhund. Egal ob 8 Wochen alter Welpe oder alter kranker Hund mit Atemnot. Mit diesem Vorgehen produziert Sima die Problemhunde von morgen, denn mit Maulkorb kann ein Welpe nicht mit Artgenossen sozialisiert werden. Eine Tierschutzstadträtin, die vor laufender ORF-Kamera zugibt, dass sie 3.300 Hunde aus Wien raus haben will, ist nicht länger tragbar. Touristen mit Hund meiden bereits Urlaube in Wien, Tierheime vergeben keine Listenhunde mehr nach Wien, da sie hier nicht artgerecht gehalten werden können. Sima hat den Ruf Wiens als „lebenswerte Stadt“ bereits beschädigt und tut es weiter. Wer stoppt diese Frau?